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Fiktive Interviews in Freizeitstadt

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Dienstag, 17. Juni 2008
Umzugsmeldung
By justizmuehle, 19:24

Die fiktiven Interviews sind umgezogen nach

eberhardsfreundeskreis.blogspot.com

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Montag, 26. Mai 2008
Märchen werden für Bedarfsgemeinschaften wahr
By justizmuehle, 20:04

Die Kinderschar ist bunt, die Kinderschar ist fröhlich, sie tanzt und hüpft, wie in der Politik so auch im Hertie-Restaurant ist Children-Scout Eberhard Menzel mittendrin, statt nur dabei, denn heute geht es um das Thema: Bedarfsgemeinschaften.

Eberhard Menzel (stimmt ein Lied an): Zehn kleine Kinderlein, die hatten eine arme Ma-maaa.

Die Kinder (fröhlich, tanzend, hüpfend): Mamaaa.

Eberhard Menzel (kennt das Lied): Ein Kindlein wohnt jetzt am Rhein. Da waren es nur noch neuuuun.

Die Kinder (fröhlich, tanzend, hüpfend): Neeuuunnn.

Eberhard Menzel (kennt auch die nächste Strophe): Acht kleine Kinderlein, die wurden zur Geembeha.

Die Kinder (fröhlich, tanzend, hüpfend): Geembeha.

Eberhard Menzel (beherrscht fürwahr jede Strophe): Aufträge bekamen sie von Papaaa.

Die Kinder (fröhlich, tanzend, hüpfend): Papaaa.

Eberhard Menzel: Die Zeche bezahlte der Nachbaaaarr.

Die Kinder (immer ausgelassener): Der Nachbaaarrr.

Eberhard Menzel (geht in die Hocke): Solche Märchen werden manchmal sogar waaahrrr.

Die Kinder (bestens informiert): Für Wilfried waaahhhrrr.

Eberhard Menzel (löst die Runde auf): Mit Euch sing ich nie wieder was.

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Donnerstag, 27. März 2008
Der Children-Scout und der Chemiebaukasten
By justizmuehle, 19:04

Children-Scout Eberhard Menzel öffnet ganz vorsichtig den Chemie-Baukasten, die Kinder umringen ihn und sind noch so jung, dass sie die Aufschrift auf dem Deckel nicht lesen können. „Spannende Experimente für Drei- bis Sechsjährige“, steht auf diesem Deckel, der nun geöffnet ist.

Eberhard Menzel (pädagogisch wertvoll): Was Kohle ist, wisst ihr doch?

Ein blondes Kind (erinnert sich): Meine Oma hat damit immer die Küche warm gemacht. Manchmal auch mit Holz. Hat mir meine Mutti erzählt.

Eberhard Menzel (perlweiß): Du hast eine kluge Mutti. Doch heute brauchen wir Kohle nicht mehr, damit es in der Küche warm wird. Heute brauchen wir sie für die Erzeugung von Strom. Damit es in der Küche hell wird.

Ein schwarzhaariges Mädchen (mit leuchtenden Augen): Dafür nehme ich immer ein Feuerzeug. (Nicht mehr mit leuchtenden Augen) Dann schimpfen meine Eltern. Sagen, ich sei dafür noch zu klein. Und als diese roten Autos kamen, waren sie wütend auf mich. (Wieder mit leuchtenden Augen) Wir sind dann umgezogen. In eine viel schönere Wohnung.

2sechs3acht4 (kommt ins Hertie-Restaurant, kann sich die Frage nicht verkneifen): Bei euch hat es gebrannt?

Eberhard Menzel (hebt den warnenden Zeigefinger): Erschrecken Sie das Kind bitte nicht so!

2sechs3acht4 (hat ein Einsehen und sorgt für Aufsehen): Der Oberbürgermeister von Emden will kein Kohlekraftwerk. Er sagt, dass es die Technik, die er sich wünsche, noch nicht gebe. Sie sei noch in der Forschung.

Eberhard Menzel (zähneknirschend): Habe ich gehört. Wir bauen aber trotzdem. Verstehe gar nicht, warum der noch in der SPD ist. (Abfällige Handbewegung) Emden…

2sechs3acht4 (baut den Children-Scout wieder auf, damit er auch wirklich baut): Ihr Kollege hat eben vergessen, wofür SPD steht.

Eberhard Menzel (vertieft sich in den Chemiebaukasten, wird aber nicht fündig): Wofür denn?

2sechs3acht4 (fluchtbereit): Für Schwefel, Pech und Dummheit.

Eberhard Menzel (springt auf)

2sechs3acht4 (ist weg).

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Donnerstag, 10. Januar 2008
SPD-Children-Scout Menzel kann SPD nicht wählen
By justizmuehle, 18:03

Children-Scout Eberhard Menzel hat alle Kinder nach Hause geschickt, er geht auf und er geht ab, er muss sich klar werden, sehr klar muss er werden, klare Gedanken fassen, denn einerseits ist er Mitglied der SPD und andererseits sind am 27. Januar Landtagswahlen.

2sechs3acht4: Guten Tag, Herr Menzel. Können Sie Ihren Dauerlauf nicht für ein paar Minuten unterbrechen? Dann unterhält es sich besser.

Eberhard Menzel (geht weiter auf, geht weiter ab): Ich kann nicht stehen bleiben. Sie werden sich schon so mit mir unterhalten müssen.

2sechs3acht4 (schließt sich gehend dem Children-Scout an): Was bedrückt Sie?

Eberhard Menzel (legt zu Fuß einen Zahn zu): Die Landtagswahl am 27. Januar. Als SPD-Mitglied müsste ich die SPD wählen.

2sechs3acht4 (sieht noch kein Problem): Das ist doch nicht schlimm. Zwei oder drei andere werden es doch auch tun.

Eberhard Menzel (bleibt stehen, ein Lächeln huscht über sein Gesicht): Mehr nicht? Ich bin allerhöchstens der Vierte? Sind Sie sicher?

2sechs3acht4 (Mut machend): Gewinnen wird die SPD die Wahl wohl kaum.

Eberhard Menzel (schreitet wieder voran): Und wenn doch? Das ist mir einfach viel zu riskant. Wenn die SPD die Wahl gewinnt und mit den Grünen eine Koalition bildet, bin ich am Ende.

2sechs3acht4 (schreitet mit, kann aber immer noch nicht folgen): Warum sind Sie dann am Ende? So ein Mann wie Sie ist doch nie am Ende!

Eberhard Menzel (gehend, aber immer noch mutlos): Die Grünen werden darauf bestehen, dass in Niedersachsen keine weiteren Kohlekraftwerke gebaut werden. Dann kann ich meine Baupläne für Wilhelmshaven wegwerfen.

2sechs3acht4 (hat es noch nicht so gesehen): Das könnte passieren, da muss ich Ihnen zustimmen.

Eberhard Menzel (kann so schnell laufen wie er will, aus dieser Zwickmühle kommt er nicht heraus): Es geht nicht anders. Ich muss meiner Partei die Stimme verweigern. Ich muss CDU wählen.

2sechs3acht4 (sieht das ein): Das dürfte wohl das Beste sein, wenn es mit dem Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven klappen soll.

Eberhard Menzel (bleibt stehen, perlweiß): Die Würfel sind gefallen.

2sechs3acht4 (gibt zu bedenken): Dann sollten aber möglichst viele Ihrem Beispiel folgen.

Eberhard Menzel (noch perlweißer): Da ist doch unser Kandidat der reinste Glücksfall…

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Kuckst du: Wöchentlich über 10 000 Besucher
By justizmuehle, 17:30

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Dienstag, 27. November 2007
Ich mach mal Pause
By justizmuehle, 17:46

Zur gegenwärtigen Kommunalpolitik fallen mir nicht einmal mehr Fragen an einen fiktiven Eberhard Menzel ein. Deswegen lege ich eine Pause ein.

Heinz-Peter Tjaden

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Montag, 19. November 2007
Gehst du zum Rat - vergiss die Peitsche nicht
By justizmuehle, 17:34

Was für ein nackter Oberkörper! Die Oberarme muskelbepackt! Die Arme gestählt von unermüdlicher Arbeit für das Wohl der Stadt! Was für ein Mann - dieser Children-Scout, der im Hertie-Restaurant die Peitsche schwingt.

2sechs3acht4 (hält wie die Kinder sicheren Abstand): Guten Morgen, Herr Menzel.

Eberhard Menzel (lässt die Peitsche knallen): Guten Morgen!

2sechs3acht4 (weiß, von wem etwas zu lernen ist): Was bringen Sie den Kindern denn heute bei?

Eberhard Menzel (lässt wieder die Peitsche knallen): Wie man etwas durchpeitscht.

2sechs3acht4 (hat alle Pressemitteilungen gelesen): Sie bringen den Kindern also bei, wie Sie das Kohlekraftwerk durchpeitschen.

Eberhard Menzel (peitschenknallend): Genau.

2sechs3acht4 (würzt die Unterhaltung mit etwas Fachwissen): Damit das Kohlekraftwerk 2012 fertig und der Weltklimarat zufrieden ist. Der sagt ja, dass im Jahre 2015 der Schadstoffausstoß am höchsten sein soll.

Eberhard Menzel (lässt die Peitsche tanzen): Ganz genau. Das schaffen wir. Zu dieser höchsten Schadstoffbelastung leisten wir einen hervorragenden Beitrag. Mit diesem und mit weiteren Kohlekraftwerken.

2sechs3acht4 (immer wieder einmal Bedenkenträger): Und einen anderen Satz haben Sie auch missverstanden?

Eberhard Menzel (lässt die Peitsche hängen): Missverstanden? Welchen Satz?

2sechs3acht4 (lockert die Atmosphäre wieder): Den von der Frau und der Peitsche. Für Sie heißt es einfach, gehst du zum Rat, vergiss die Peitsche nicht?

Eberhard Menzel (lässt die Peitsche nicht mehr hängen): Genau. Sie sagen es.

2sechs3acht4 (denkt ausnahmsweise einmal weiter als der Children-Scout): Fehlen nur noch Warnhinweise auf den Ortseingangsschildern. Ähnlich denen auf Zigarettenschachteln. Beispielsweise: Hier wohnen gefährdet Ihre Gesundheit.

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Montag, 12. November 2007
Rüstersiel: Kohle für Halden in Vorgärten
By justizmuehle, 12:12

Im Hertie-Restaurant hat Children-Scout Eberhard Menzel eine Modelleisenbahn aufgebaut, Kinderaugen leuchten, der Zug zuckelt mit vielen, vielen Kohlewaggons im Kreis herum,außerdem ist bald wieder Weihnachten und 2sechs3acht4 hat ein Geschenk mitgebracht.

2sechs3acht4: Guten Morgen, Herr Menzel, guten Morgen, liebe Kinder.

Eberhard Menzel (blickt nicht auf, seine Augen hängen mitsamt Brille an der Modelleisenbahn): Guten Morgen, 2sechs3acht4!

Die Kinder (blicken nicht auf, ihre Augen ohne Brillen hängen ebenfalls an der Modelleisenbahn): Moin.

2sechs3acht4 (wird heute kaum Aufmerksamkeit bekommen): Herr Menzel, ich habe Ihnen ein Namensschild mitgebracht. Sie heißen jetzt nicht mehr Eberhard Menzel, sondern Georg W. Menzel.

Georg W. Menzel (nicht bei der Namenssache): Danke!

2sechs3acht4(kommt wie erwartet gegen die Modelleisenbahn nicht an): Den neuen Vornamen habe ich Ihnen verpasst, weil Sie sich für den Klimaschutz etwa so sehr interessieren wie der amerikanische Präsident.

Georg W. Menzel (hat wieder nur mit halbem Ohr zugehört, die Kinder gar nicht): Ich werde amerikanischer Präsident?

2sechs3acht4 (lässt sich nicht beirren): Keine schlechte Idee. Die USA können sicherlich vier weitere Kohlekraftwerke verkraften. Aber Wilhelmshaven?

Georg W. Menzel (setzt einen entgleisten Kohlewaggon wieder auf die Schiene): Kraftwerke verkraftet man immer. Deswegen heißen sie ja auch so.

2sechs3acht4 (da sowieso niemand richtig zuhört): Leute aus Rüstersiel könnten Sie damit locken, dass Sie eine Prämie für alle aussetzen, die ihre Vorgärten für die Lagerung von Kohle zur Verfügung stellen.

Georg W. Menzel (träumt sich mit der Modelleisenbahn immer weiter fort): Gute Idee. Schreiben Sie das mal auf. Ich leite Ihre Idee dann weiter.  Aber nicht mehr heute.

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Montag, 05. November 2007
e-wc-paper von der Jade
By justizmuehle, 09:20

Die "Wilhelmshavener Zeitung" hat seit Tagen nur noch ein Thema: Dieses Brune-Mettcker-Blatt gibt es jetzt auch als e-paper, ergo: Deutschfehler und Schreckens-Layout weltweit. Und alle sind begeistert: Die Bauersfrau aus Neuharlingersiel ("Auch meine Kühe wollen beim Melken ´Das Beste am Euter´.) ebenso wie der Buten-Wilhelmshavener in Atlanta ("Das ist täglich für mich der Beweis: Ich bin ausgewandert - und das ist gut so."), der Soldat in Afghanistan("Im Konfliktfall kann man auf Abschreckung nicht immer ganz verzichten.") ebenso wie die Deutschlehrerin in Tokio ("Toll, dass man in Deutschland jetzt jedes Wort so schreiben darf wie man will."). Doch damit nicht genug des Erfreulichen: Weltweit e-paper aus Wilhelmshaven hat Children-Scout Eberhard Menzel inspiriert.

2sechs3acht4 (betritt das Hertie-Restaurant): Guten Morgen.
Eberhard Menzel (sitzt an einem Computerarbeitsplatz, der keine Wünsche offen lässst): Guten Morgen. (Etwas genervt) Sie platzen natürlich direkt in meine kreativste Schaffensphase.

2sechs3acht4 (kann nicht mehr zurück): Ist leider nicht mehr zu ändern.
Eberhard Menzel (wie jeder Erfinder nach kurzer Verärgerung nicht mehr verärgert): Stimmt. Und da das so ist, erkläre ich Ihnen jetzt, was ich hier mache.

2sechs3acht4 (zückt Kugelschreiber und Notizblock): Ich schreibe mit, um es der Nachwelt zu erhalten.
Eberhard Menzel (sprudelt Satz an Satz): Wie bei jeder Erfindung hat es natürlich auch bei meiner Pannen gegeben. Gestern habe ich ein Blatt weißes Papier eingescannt, die Datei in eine PDF-Datei verwandelt und ins Netz gestellt zum Download. Und schon hagelte es Proteste. Wie ich dazu käme, ein weißes Blatt Papier e-wc-paper zu nennen, bin ich gefragt worden. Jemand wies mich darauf hin, dass zu Toilettenpapier eine Perforierung gehöre. Also habe ich ein Lineal genommen und fein säuberlich Punkte auf das Blatt gesetzt. Dieses Blatt wurde von mir umgehend wieder eingescannt,  in eine PDF-Datei verwandelt und zum Download angeboten. Doch es gab immer noch Proteste. Punkte seien keine kleinen Löcher, sondern einfach nur Punkte, schrieb man mir. An diesem Problem arbeite ich zurzeit, damit ec-wc-paper auch als ec-wc-paper bei den Leuten ankommt. Aber: Wie scannt man Löcher?

2sechs3acht4 (ebenfalls ratlos): Dazu fällt mir auf die Schnelle auch nichts ein.
Eberhard Menzel (mit sich und der Welt unzufrieden): Da gibt es Zeitungen, die man als PDF-Datei auf der Festplatte abspeichern und ausdrucken kann. Man braucht nur ein Programm wie Adobe Reader und kann alles in beliebiger Größe nachlesen. Und ich schlage mich hier mit Löchern herum. Löcher zum Download, damit aus dem weißen Blatt Papier mit aufgemalten Punkten auch wirklich e-wc-paper wird.

2sechs3acht4 (kann die Verstimmung des Erfinders nachvollziehen): Es soll mal einen Erfinder gegeben haben, der sich in eine Badewanne setzte und schon hatte er die Lösung.
Eberhard Menzel (dreht sich um): Wo bekomme ich denn hier eine Wanne her?

2sechs3acht4 (mit Schalk im Genick): Vielleicht gibt es die im Netz auch als PDF-Datei zum Download?
Eberhard Menzel (springt auf): Sie machen sich lustig! Sie machen sich lustig über einen Erfinder!

2sechs3acht4 (hinterlässt dort, wo der Redakteur gestanden hat, ein Loch und ist weg)

Für alle anderen e-wc-paper-Erfinder

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Montag, 29. Oktober 2007
Von den Einigen und von den Wenigen
By justizmuehle, 12:26

Früher hat er die Wilhelmshavener Kommunalpoltik bestens sortiert, ob Hotelneubau (pünktlich fertig geworden), Geniusstrand (so lange wie möglich erhalten), Straßen (nirgendwo ein Schlagloch), Schulen (immer wieder ausgezeichnet mit Architekturpreisen), Radwege (schlängeln sich in bestem Zustand durch das Stadtgebiet) oder JadeWeserPort (der eigentlich fast eine Milliarde Euro kosten sollte, aber billiger wird und wie das Hotel pünktlich fertig ist) - alles ging ihm mit Leichtigkeit von der SPD-Hand, nichts lief aus dem Ruder. Und heute leistet er hervorragende Kinderarbeit im Hertie-Restaurant.
Eberhard Menzel (nimmt ein Mädchen und einen Jungen bei der Hand): Ihr stellt euch hierher.
2sechs3acht4 (wie immer begeistert): Sie wollen wieder bildlich etwas klar machen, weil Kinder so am besten lernen?

Eberhard Menzel (perlweiß): Genau. Was sehen Sie da drüben?
2sechs3acht4 (wirft einen kurzen Blick auf die Kindergruppe): Um die zehn Kinder.

Eberhard Menzel (geheimnisvoll): Das sind also...
2sechs3acht4 (kommt nicht drauf)

Eberhard Menzel (spannt auf die Folter): Überlegen Sie doch einmal. Das sind ei.....
2sechs3acht4 (hat es): Einige Kinder.

Eberhard Menzel (beendet die Folter): Genau. Das sind einige Kinder. Und die hier?
2sechs3acht4 (sehr selten so gedankenschnell wie der Children-Scout, dieses Mal aber doch): Wenige Kinder.

Eberhard Menzel (auch mathematisch in Höchstform): Macht zusammen.
2sechs3acht4 (findet eher überraschend die Lösung): Einige wenige Kinder.

Eberhard Menzel (stellt gern Zusammenhänge her): So mache ich den Kindern klar, was die GEW gemeint hat, als sie per Anzeige mitteilte, dass nur einige wenige Kundinnen und Kunden den neuen Sondervertrag nicht unterschrieben haben.

2sechs3acht4 (widerspricht nicht gern, es muss aber sein): Das waren eher einige. Nicht wenige.
Eberhard Menzel (seufzt): Es gibt eben immer wieder Erwachsene, denen man nicht alles erzählen kann. 

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Sonntag, 21. Oktober 2007
Auch Unregelmäßiges ist in Wilhelmshaven regelmäßig
By justizmuehle, 11:06

Children-Scout Eberhard Menzel liegt im Hertie-Restaurant auf dem Boden, eine Kinderschlange schlängelt sich an ihm vorbei und schon liegt Menzel woanders und die Kinderschlange muss sich einen neuen Weg suchen.

2sechs3acht4: Guten Morgen, sicherlich ist das wieder ein Spiel mit symbolischem Charakter.
Eberhard Menzel (schon als Obebürgermeister einfallsreich und nun als Children-Scout auch): Die Kinder sollen lernen, dass immer etwas im Weg liegt und dass man manchmal nur auf Umwegen ans Ziel kommt.

2sechs3acht4 (fällt dazu eine Menge ein): Hindernisse aufstellen können in Wilhelmshaven einige ja sehr gut. Die "Wilhelmshavener Zeitung" zum Beispiel, wenn ein Konkurrenzblatt erscheint. Da werden alle Register gezogen. Man gründet selbst eine weitere Zeitung, stellt einen Redakteur ein, der von der Konkurrenz die Ideen stiehlt und der später von der Tageszeitung übernommen wird, in der er sich über Ungerechtes in der Stadt aufregt.
Eberhard Menzel (liegt wieder woanders): Sie scheinen manchmal zu vergessen, dass es immer Menschen gibt, die sich für so mancherlei hergeben. Ernst genommen werden sie aber nie wieder. Das ist der Preis.

2sechs3acht4 (ist nicht so preiswert): Wenn aber Sie so auf die "Wilhelmshavener Zeitung" zeigen, zeigen vier Finger auf Sie. Aber nun sind Sie ja nicht mehr Oberbürgermeister und würden sicherlich nicht mehr behaupten, dass es sich bei diesem Konkurrenzblatt um eine "ominöse Zeitung" gehandelt hat.
Eberhard Menzel (liegt jetzt vor der Salatbar): Richtig. Und die Kinder lernen in diesem Moment, dass sie nach langem Suchen das Ziel erreicht haben und dafür belohnt werden. Kinder, lasst es euch schmecken. (Eberhard Menzel steht auf.)

2sechs3acht4 (wechselt das Thema): Was sagen Sie eigentlich dazu, dass es im niedersächsischen Landtag einen Untersuchungsausschuss gibt, der sich mit eventuellen Unregelmäßigkeiten beim JadeWeserPort beschäftigen soll? Wird der etwas finden?
Eberhard Menzel (hat wie die Kinder einen Teller in der Hand): Nie. Unsere Unregelmäßigkeiten sind nämlich immer sehr regelmäßig gewesen.
2sechs3acht4 (wendet sich ab): Na denn, guten Appetit und schönen Tag noch.
Eberhard Menzel und die Kinder (fröhlich wie immer): Immer schön locker bleiben!


 

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Sonntag, 14. Oktober 2007
Eberhard Menzel fällt immer etwas ein
By justizmuehle, 18:45

Wilhelmshaven (tj). Ist das ein Spaß im Hertie-Restaurant! Children-Scout Eberhard Menzel baut Kartenhäuser, die Kinder pusten und die Kartenhäuser fallen in sich zusammen.
2sechs3acht4 (zweifelt keinen Augenblick): Schönen Sonntag! Sicher hat auch dieses Spiel eine große pädagogische Bedeutung.
Eberhard Menzel (baumeisterlich): Worauf Sie sich verlassen können. So bringe ich den Kindern bei, dass mir immer etwas einfällt. Kommunalpolitische Probleme, die nicht gelöst werden können, gibt es für mich nicht.

2sechs3acht4 (kennt einige lokalpolitsche Probleme): Der Bismarckplatz wird also schon bald kein Schandfleck mehr sein?
Eberhard Menzel (verzieht das Gesicht): Da passiert nichts. Dieser Platz trägt schließlich den Namen eines Mannes, der 1890 die Sozialistengesetze veschärfen wollte, weil wir Sozialdemokraten ihm zu mächtig wurden.

2sechs3acht4 (hat ebenfalls im Geschichtsunterricht hin und wieder aufgepasst): Für die Gökerstraße müssten Sie dann aber etwas tun, denn die ist nach dem Hafenbaudirektor Goeker benannt, der für den Entwurf der Urkunde verantwortlich zeichnete, in der zum ersten Mal der Name Wilhelmshaven erwähnt wurde.
Eberhard Menzel (anerkennend nickend und das nächste Kartenhaus errichtend): Einerseits trifft das zwar zu, aber andererseits bildet diese Straße mit der Bismarckstraße eine Kreuzung, was sich wiederum hinderlich auf eine von mir gewollte positive Veränderung auswirkt. Sie sehen also, dass Politik manchmal durchaus ein schwieriges Geschäft sein kann...

2sechs3acht4 (ergänzend)...und deswegen viele Geschäftsleute in der Gökerstraße auf keinen grünen Zweig kommen.
Eberhard Menzel (lässt die Kinder pusten): Das ist ganz sicher ein kommunalpolitisches Problem, das einer Lösung zugeführt werden muss.

2sechs3acht4 (schießt in den Kopf): Die Bismarckstraße wird umbenannt und der Bismarckplatz auch?
Eberhard Menzel (denkt länger nach als das bei diesem schnellen Denker sonst der Fall ist): Wenn man bedenkt, dass diese Stadt nicht nach dem Kaiser benannt worden ist, der dafür sorgte, dass der Lotse Bismarck von Bord gehen musste, sondern nach einem Kaiser, der von sich gesagt hat, dass es nicht leicht sei, unter Bismarck Kaiser zu sein, werfen Namen immer Fragen auf und Umbenennungen ebenfalls.

2sechs3acht4 (genießt die hochintellektuelle Plauderstunde): In der Bauzeit hat das spätere Wilhelmshaven doch als Hafen Heppens gegolten und sollte Zollern am Meer heißen. Vielleicht ergibt sich da ein Ansatz für mancherlei Umbenennungen?
Eberhard Menzel (genießt die hochintellektuelle Plauderstunde ebenfalls): Ich werde das zur Chefsache machen. (Und trällert fröhlich beim Kartenhausbau vor sich hin):Wir wollen unsern Kaiser Wilhelm wiederham.

2sechs3acht4 (weiß, wann Schluss ist): Schönen Rest-Sonntag noch, lieber Children-Scout und liebe Kinder. Mein Hund wartet auf seinen abendlichen Spaziergang.

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Freitag, 05. Oktober 2007
Rap-Video auch aus WHV
By justizmuehle, 11:40

Wilhelmshaven (tj). Children-Scout Eberhard Menzel schiebt den roten Plastikbagger den Sandhügel rauf und runter, Pressesprecher Arnold Preuß, der diese fiktiven Interviews nur in seiner Freizeit liest  und dieses Video natürlich auch nur nach Feierabend dreht, lässt die Kamera surren und Manfred Adrian, der als Herausgeber der "Wilhelmshavener Zeitung" jedes Medium beherrscht und beherrschen will, zupft eine flotte E-Gitarre.
2sechs3acht4: Wünsche einen musikalischen Morgen. Klingt nach Rap.
Manfred Adrian (E-Gitarre bearbeitend): Vermeiden Sie bitte solche Wörter. Die kann in meinem Verlag kein Redakteur fehlerfrei schreiben.
Eberhard Menzel (genial rappend): Von Hafengegnern habe ich die Schnauze voll/Ich weiß nicht mehr...(Der rote Plastikbagger bleibt stecken, doch der Children-Scout löst auch dieses Problem gekonnt)...was das noch soll/Die klagen uns die Hucke voll/den JWP finde ich so toll.

2sechs3acht4 (findet musikalischen Gefallen): Liege ich richtig, wenn ich die Vermutung äußere, dass Sie von einem Rap-Video aus der Schweiz inspiriert worden sind?
Manfred Adrian (schüttelt den Kopf und die E-Gitarre, entlockt ihr so ganz neue Töne): Inspirieren, Rap-Video, lassen Sie das!
Arnold Preuß (sieht sich in seiner Freizeit auch Video an): Stimmt. (Zoomt an den Bagger heran).
Eberhard Menzel (rappelt sich von der Hocke zu voller Körpergröße auf, die Kamera folgt ihm wie sonst immer weniger): Hör mal zu, du Klage-Magger/ was wir brauchen, sind die Bagger.

2sechs3acht4 (manchmal Bedenkenträger): Dass die Feuerwehrleute aus der Schweiz dieses Video gedreht haben, stieß bei ihrem Chef auf Missfallen.
Eberhard Menzel (kerzengerade): Kann in Wilhelmshaven nicht passieren. Hier ist alles meine Chefsache.
Manfred Adrian (lächelt wissend und legt ein E-Gitarren-Solo hin): Uns gehört die Stadt.
Arnold Preuß (führt die Kamera erstklassig, hat nun den Gitarristen im Bild): So ist es.
Eberhard Menzel (perlweiß): Bis unser Video fertig ist, empfehle ich folgenden Link http://www.readers-edition.de/2007/10/05/em-land-schweiz-ii-tatuetata-die-feuerwehr-rappt/

 

 

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Freitag, 28. September 2007
Neuer Rekord
By justizmuehle, 22:46

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Kreisender Children-Scout gibt Rätsel auf
By justizmuehle, 10:25

Wilhelmshaven (tj). Keine Kinder im Hertie-Restaurant, eine rote Decke auf einem Tisch, auf der roten Decke ein Kelch. Children-Scout Eberhard Menzel umkreist den Tisch und hält Blickkontakt zum Kelch.
2sechs3acht4: Guten Morgen. Ist das eine neue chinesische oder japanische Entspannungsübung?
Eberhard Menzel (kreist weiter und schweigt).

2sechs3acht4 (folgt mit den Augen dem kreisenden Children-Scout): Wollen Sie mir Rätsel aufgeben?
Eberhard Menzel (kreist und schweigt).

2sechs3acht4 (hat ein paar selten genutzte graue Gehirnzellen): Wollen mal sehen, ob ich drauf komme.
Eberhard Menzel (kreist etwas langsamer, schweigt aber weiter)

2sechs3acht4 (hat ein paar graue Gehirnzellen aktiviert): Wenn ich mich nicht täusche, ist das auf dem Tisch ein Kelch.
Eberhard Menzel (kreist wieder schneller, schweigend)

2sechs3acht4 (sucht das nächste Puzzleteil): Sie umkreisen diesen Kelch.
Eberhard Menzel (kreist schweigend)

2sechs3acht4: Die Meldung der Woche dürfte gewesen sein, dass es keinen weiteren Rechtsstreit mit einem Bieter für den JadeWeserPort gibt.
Eberhard Menzel (hält sich an sein Schweigegelöbnis, will wohl von Grund auf ein anderer Mensch werden)

2sechs3acht4 (wird von einem Geistesblitz getroffen): Sie stellen einen Satz aus der Bibel dar. Der Kelch ist an mir vorübergegangen...
Eberhard Menzel (perlweiß): Glückwunsch!

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